Renale Denervierung

Die Renale Denervierung ist ein Katheterverfahren zur Behandlung des therapieresistenten Bluthochdrucks. Von diesem wird gesprochen, wenn trotz einer Behandlung mit mindestens drei verschiedenen Blutdruckmedikamenten durchschnittlich ein systolischer Blutdruckdruck von 160 mmHg (bei Diabetikern von 150 mmHg) oder höher festgestellt wird.

Behebbare Ursachen des Bluthochdrucks wie z.B. eine Nierenarterienstenose oder bestimmte Störungen des Hormonhaushaltes sollten ausgeschlossen worden sein.

Der blutdrucksenkende Effekt durch die Renale Denervierung wurde in vielen Studien belegt, unter anderem auch in Registerdaten, die in Zusammenarbeit der Abteilung für Kardiologie und Angiologie der Medizinischen Universitätsklinik III und des Nierenzentrums in Heidelberg ausgewertet wurden. Allerdings konnte in der einzigen sogenannten Placebo-kontrollierten Studie keine Überlegenheit der Renalen Denervierung gegenüber einem nicht wirksamen Pseudoverfahren gezeigt werden.

Bei ausgewählten Patienten – wenn sich trotz zuverlässiger Medikamenteneinnahme und Ausschöpfen der medikamentösen Optionen der Blutdruck über längere Zeit nicht einstellen lässt – kann das Verfahren in Erwägung gezogen werden. Patienten können sich zur Beratung in der Ambulanz des Nierenzentrums vorstellen. Die Durchführung des Eingriffs erfolgt in der Angiologie der Medizinischen Universitätsklinik III, mit der eine enge Kooperation besteht.

 

Weiterführende Artikel:

Vogel B et al. Clin Res Cardiol. 2014 Feb;103(2):117-24

Bhatt D et al. N Engl J Med. 2014 Apr;370(15):1393-401